"#MyPeaceSelfie"


Participate & upload now on Instagram
your Selfie for PEACE:

#mypeaceselfie and tag us @mypeaceselfie

Your Selfie for PEACE (uploaded with tag) 
will be part of an installation in the exhibition PEACE.
The uploading, collecting & sharing Selfies on Instagram 
for more awareness for PEACE starts now. 
The more arty and for PEACE your Selfies are the better. 


english version coming soon


Die Kampagne

#MyPeaceSelfie @mypeaceselfie

Kampagne zur Förderung von Selfexpression, Selfreflexion, Partizipation und Engagement für
Frieden GesellschaftspartizipationsInstallation im Rahmen der Ausstellung „PEACE“, Akademie der bildenden Künste Wien (Atelierhaus), 6.9.2018

Selfies make me feel more selfconfident. PeaceSelfies make Peace as well.“ (Anna, 18)

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Mit dem Projekt „#MyPeaceSelfie“ werden die Möglichkeiten des internationalen Massenphänomens „Selfie“ - das als bedeutendes Phänomes des 21. Jahrhunderts mitlerweile auch Einzug in Wissenschaft und Kunst erhalten hat, für Gesellschaftspartizipation und Engagement im Kunstbetrieb und für den Frieden eingesetzt. Mit dem Aufruf zum upload von „PeaceSelfies“ wird die Kreativität aller Einzelnen in unserer Gesellschaft betont und deren Selbstwahrnehmung und Selbstreflexion sowie Aktivität angeregt und gefördert. Das übliche „Selfie“ wird in dieser Kampagne auf eine Sinn- und Zweck-orientierte Ebene gehoben - der Zuwendung zum Thema Kreativität, Kunst und Frieden.

Indem die Kampagne das Phänomen „Selfie“ verwendet, ist sie fern eines elitären Kunstgenusses der Wenigen, sie ist mit dem Massenphänomen „Selfie“ darauf zielorientiert ausgerichtet, breitere Teile der nationalen und internationalen Gesellschaft für den Frieden zu sensibilisieren und diese aktiv in das Projekt für den Frieden einzubinden. Ein nachhaltiges Erreichen der Gesellschaft wird durch tatsächliche Gesellschaftspartizipation am Entstehungsprozess eines Projekts und einer Kunstinstallation in einer Ausstellung umgesetzt. Das Kunstprojekt „#MyPeaceSelfie“ fördert in Produktion und Rezeption tatsächliche nationale und internationale Gesellschaftspartizipation an einem Kunst- und Friedensprojekt

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Selfies, Peace Selfies, Projektbeschreibung & Intention


Das Bedürfnis, sich selbst, seine Familie und Freunde abzubilden und die Bilder mit ihnen zu teilen, haben Menschen seit es sie gibt. In den frühesten Höhlenmalereien finden wir Bilder von Menschen für Menschen. Spätestens seit der Renaissance wurden dann explizit Selbstporträts so stark kultiviert, dass wir spätestens ab dann von einer eigenen Gattung sprechen können, die sich in der Kunstgeschichte in den verschiedensten Formen bis zum heutigen Tage erhalten und stetig weiterentwickelt hat. In diese Entwicklung fällt auch das Selbstportrtät in der Fotografie und das Smartphone „Selfie“, das Gegenstand vorliegenden Projekts ist.

Das Selbstporträt in der Fotografie gibt es seit es die Fotografie gibt, die Geschichte des Smartphone „Selfie“ ist eine des 21. Jahrhunderts. Nachdem der Begriff „Selfie“ erstmals im Jahr 2002 nachgewiesen werden konnte, war er 10 Jahre später bereits so etabliert und ein millionenfach gepflegter Ausdruck einer ganzen Generation, so daß das Time Magazine 2012 diesen in einem Artikel als sehr groß bewertete. Das Oxford English Dictionary kürte das Wort „Selfie“ 2013 zum Wort des Jahres.

Unter dem Wort „Selfie“ verstehen wir heute in der Regel das Selbsporträt mittels Fotografie, das meist aus Armeslänge - meist mit der eigenen Hand oder einer kleinen, den Arm verlängernden Selfie-Stange - mit dem Smartphone aufgenommen wird. Meist zeigt es sich selbst – mit oder ohne anderen Menschen und Gegenständen und wechselnden Hintergründen. Wurde das Selbstporträt in Malerei und Fotografie noch von vergleichsweise wenigen gepflegt, so ist das Smartphone „Selfie“ ein Massenausdrucksphänomen der heutigen Zeit geworden. Täglich werden Millionen dieser „Selfies“ produziert. Und meist werden diese Selbstporträts auch innerhalb kürzester Zeit mit einem Publikum geteilt. Dieses technisch hochentwickelte Smartphone „Selfie“ zeigt einen quantitativen neuen Rekord des menschlichen Selbstausdrucks und der Veröffentlichung von Bildern der eigenen Person, von Selbstporträts.

In verschiedenen akademischen Disziplinen wird sich heute zunehmend mit diesem Phänomen auseinandergesetzt. Dabei werden neben sozialen auch besonders psychologische Aspekte untersucht, die Selfies in Bezug setzen zum Ich, zu Selbstwahrnehmung, Selbstdarstellung und Selbstwert, Beziehung und Kommunikation mit sich und anderen, zu Geschlechterverhalten und ihren Rollen.

Selfies dienen aber nicht nur der intimen Beschäftigung oder der privaten Veröffentlichung - sie werden heute auch für eine professionelle, zielorientierte Kommunikation eingesetzt. Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens - wie nicht zuletzt auch Politiker und so genannte „Stars“ - nutzen das „Selfie“ zur Selbstvermarktung ebenso wie jene, die eine tatsächliche Marke oder ein Produkt platzieren und verkaufen wollen. Beispiele dafür sind auch prominente „Influencer“, die Selfies von sich und einem Produkt zur Bewerbung des Produkts in den sozialen Netzwerken posten und damit Geld vedienen.

Das „Selfie“ hat aber neben alledem mittlerweile auch ernsthafte Auseinandersetzung in der Kunst und der Kunstwissenschaft erfahren. Mit dem „Selfie“ als eigene Form des künstlerischen Ausdrucks wird seit einigen Jahren in der zeitgenössischen Kunst sehr respektvoll umgegangen. Im gleichen Jahr als der Begriff „Selfie“ in der Gesellschaft angekommen war und ein Massenphänomen beschrieb, hatte das „Selfie“ 2013 auch schon Auseinandersetzung in der Kunstwelt erfahren, das Museum of Modern Art in New York präsentierte die Ausstellung „Art in Translation: Selfie, The 2020 Experience“. In dieser Ausstellung konnten Zuschauer – allerdings noch mit Digitalkamera - in einem Spiegel sich selbst fotografieren. Eine gesamte, dem „Selfie“ gewidmete Ausstellung mit sowohl Bezug zur Geschichte als auch zum aktuellen Phänomen des Smartphone „Selfies“ wurde in jüngster Zeit mit der Ausstellung „From Selfie to Self-Expression“ in der Saatchi Gallery London 2017 präsentiert. Die Auffälligkeit und Wichtigkeit des Smartphone „Selfies“ für unserer aktuelle Zeit im Allgemeinen und die Verarbeitung in der zeitgenössischen Kunst im Speziellen wurde in dieser Kunstausstellung herausgestellt und gewürdigt.

Mit dem Projekt „#MyPeaceSelfie“, das Teil der Ausstellung „PEACE“ im Atelierhaus der Akademie der Bildenden Künste Wien vom 6.-8.9.2018 ist, werden all jene Möglichkeiten, die das „Selfies“ bietet - von Selbstexpression, Selbstreflexion über `Scharing & Caring´ – für die bewußt zielorientierte Werbung für Engagement für den Frieden eingesetzt.

Mit der Kampagne „#MyPeaceSelfie“ wird mit dem zeitgenössischen Ausdrucksmittel „Selfie“ - und hier konkret mit dem „PeaceSelfie“ - die Kreativität aller Einzelnen in unserer Gesellschaft sowie deren Selbstwahrnehmung, Selbstreflexion und Kommunikation für Frieden angeregt und gefördert. Das „Selfie“ wird mit der Kampagne somit auf eine Sinn- und Zweck-orientierte Ebene gehoben: die sonst meist persönliche Aktivität der Beschäftigung mit sich und dem „Selfie“ wird mit dem „PeaceSelfie“ zu einer gemeinsamen, gemeinschaftlich-gesellschaftlichen Aktivität für das Gute - für den Frieden.

#MyPeaceSelfie“ ist bereits Friedensengagement jeder einzelnen TeilnehmerIn, mag dieses auch mit dem einzelnen hochgeladenen „PeaceSelfie“ noch so kurz, noch so klein, noch so unwichtig erscheinen. Sensibilisierung für den Frieden findet statt, Selbstexpression und Selbstreflexion in Bezug auf `Caring´ für Frieden und eigenes Friedensengagement wird durch `Sharing & Comparing´ der „PeaceSelfies“ mit anderen gesteigert.

Ziel dieser Kampagne ist, möglichst breite Kreise der Menschen für den Frieden zu erreichen. Sie sollen nicht bloß passiv erreicht bleiben, sondern tiefer gehend durch eigene Teilnahme involviert sein. Dadurch kann nachhaltige Auseinandersetzung wirkungsvoll stattfinden. Dieses erhoffen wir uns durch Gesellschaftspartizipation, die durch aktive Teilnahme am Projekt stimuliert wird, dem allgemein-menschlich kreativem Ausdrucksbedürfnis der Menschen nachkommend. Jede kreative Selbstdarstellung der Menschen wird dabei in der Kampagne wertgeschätzt – sie zeigt die gesamte Bandbreite der menschlichen Natur, die in der Kunst schon immer eine wesentliche Rolle spielte: Freude und Leid, Eitelkeit und Bescheidenheit, Oberflächlichkeit und Tiefsinn, Mut und Angst, Gefühl und Verstand und mehr. Jedes „PeaceSelfie“ setzt kleine, öffentliche Zeichen: Zeichen für den Frieden. Und jedes „PeaceSelfie“ führt zur Beschäftigung mit dem Frieden - in der Auseinandersetzung mit dem eigenen „PeaceSelfie“ ebenso wie mit dem Betrachten und Vergleichen der „PeaceSelfies“ anderer. Diese regen Selbstreflexion und Entwicklung für eigenen kreativen Ausdruck, die eigene Gesellschaftspartizipation und das eigene Friedensengagement an. Und das gilt im besonderen Maße auch für die Konfrontation der „PeaceSelfies“ in der Ausstellung „PEACE“ mit den Arbeiten all jener, die sich und ihr Leben intensiv und professionell dem kreativen Schöpfungsprozess widmen: den KünstlerInnen, die in der Ausstellung „PEACE“ ihre künstlerischen Positionen zum Thema Frieden neben den vielen „PeaceSelvies“ in der Installation „#MyPeaceSelfie“ zeigen werden. In diesem Sinne steht das Projekt „#MyPeaceSelfie“ auch für Respekt und für den Frieden zwischen Künstlerinnen, Amateuren und Laien.

Die oben beschriebenen Möglichkeiten von „Selfies“ bleiben in der Kampagne bewußt erhalten und werden für den Zweck des Friedens lediglich erweitert. Und so bleibt auch die Qualität des „Selfies“ als Massenphänomen erhalten und wird genutzt: in dem die Kampagne das Phänomen „Selfie“ verwendet, ist sie fern eines elitären Kunstgenusses der Wenigen, die Gesellschaftsrelevantes rezipieren, sie ist mit dem Massenphänomen „Selfie“ vielmehr darauf ausgerichtet, möglichst breite Teile der Gesellschaft anzusprechen und diese aktiv in demokratische und Frieden-fördernde Prozesse einzubinden. Das Kunstprojekt „#MyPeaceSelfie“ fördert deshalb in Produktion und Rezeption tatsächliche Gesellschaftspartizipation in dieser Kunstausstellung „PEACE“ und betont auf dem Weg des ewigen Bemühens um eine bessere Welt in Frieden einmal mehr Möglichkeit und Notwendigkeit der Beteiligung breiter Teile der Gesellschaft an friedensfördernden Prozessen.


 

© MOYA
„#MyPeaceSelfie“ - ein Projekt von Kolja Kramer
(Konzept, Entwicklung, Kuratierung)

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